Guteschafe haben keinen eigentlichen Standard. Das ist neben der Robustheit und der relativ leichten Handhabung der Hauptgrund warum diese Rasse für mich so reizvoll für eine Zuchtarbeit ist. Der schwedische Verein Guteschaf schreibt dazu: '' Uns liegt an einem breit gefächerten Zuchtmaterial, wodurch viele Erbanlagen ständig im Umlauf sind'' (Zitat aus dem Handbuch der Guteschafbesitzer). Gemeint ist damit verschiedenfarbige Wolle, variable Zeichnungen, die Struktur der Wolle, die Farbe und Struktur der Hörner, auch die Körpergrößen der Tiere sind im Gegensatz zu anderen Schafrassen sehr variabel. Mein Zuchtziel wird es sein diese Variabilität mit zu erhalten und dabei schöne, gesunde, wetterfeste und für die Weiterzucht besonders geeignete Tiere anbieten zu können. Ansonsten orientiere ich mich an den Vorgaben des schwedischen Vereins Föreningen Gutefaret. Rassebeschreibungen sind zu finden auf der Internetseite der Guteschaffreunde: www.guteschaf-ig.de
Arbeitskalender
Täglich: frisches Wasser, gutes Heu bei Bedarf auch über die Vegetationszeit,
Viehsalz und Minerallecksteine oder Schalen für Schafe, Tiere begutachten,
Wöchentlich: Tore- und Zaunkontrolle immer vor jedem Weidewechsel,
Oktober Zusammenstellen der für die Zucht vorgesehenen Herden, ein Zuchtbock pro
Herde, bei zuverlässigen Zuchtböcken kann auch ein Lammbock mitlaufen,
ein Teil besonders guter zuchttauglicher Lammböcke kommt jetzt in eine
separate Bockherde, nicht benötigte Tiere werden noch verkauft, getauscht oder
geschlachtet, Entwurmung der verbleibenden Tiere, Klauenschnitt,
es ist ausreichend gutes Heu eingelagert,
November die Deckzeit beginnt , Heuration je nach noch vorhandenen Aufwuchs und
Heuqualität auf ca.2 kg je Schaf pro Tag erhöhen, ist das Heu von guter
Qualität ist den ganzen Winter keine Kraftfuttergabe notwendig,
Dezember möglichst hoch gelegene und trockene Weiden auswählen,
Idealerweise in Hanglage, auf denen bei Tauwetter kein Wasser stehen bleibt,
Ruheplätze eventuell mit trockenen Stroh abstreuen,
jetzt ist vielleicht auch genug Zeit die Schurwolle zu verarbeiten,
Januar Bock beobachten ob er sich den Muttern gegenüber aggressiv verhält, Bock
dann aus der Herde nehmen, bei frostreien Wetter Zaunpfähle werben für neue
Koppeln oder zur Erneuerung, am besten gespaltene Robinie oder Eiche,
Februar immer auf gutes Heu achten, bei frostfreien offenen Boden Zaunwartung,
März häufigere Kontrollen ca. 2-3 x je Tag, Ohrmarken werden bereitgehalten,
so das die Lämmer am Geburtstag gleich begutachtet, markiert
und registriert werden können, Ablammboxen stehen für eventuelle
Komplikationen bereit (z.B. Lamm wird nicht gleich angenommen),
April wie im März, Mutterschafe mit Lämmern entwurmen,
bei einem Teil der erwachsenen Schafe beginnt sich
mit dem neuen Wollwachstum die alte Wolle zu lösen,
Abschleppen der Weideflächen,
Mai Ende Mai bei den erwachsenen Schafen Abziehen oder Schur der Wolle,
jetzt ist die Wolle teilweise noch nicht so verfilzt und damit noch gut zum
Spinnen und Filzen brauchbar,
Klauenschnitt, Behandlung gegen Außenparasiten,
Regelmäßiger Weidewechsel, bei ca. 6 Weiden alle 5-10 Tage je nach
Weidegröße und Tierbestandsgröße,
Juni Bei erwachsenen Schafen abziehen odere Schur der Wolle falls im Mai noch
nicht erfolgt, Entwurmung falls nötig, Heuernte oder Zukauf,
durchgefressene Weiden nötigenfalls nachmähen,
besser jedoch mulchen, weil damit unerwünschte Pflanzen besser zu gunsten
der schmackhaften unterdrückt werden, und durch die starke Zerkleinerung
von den Bodenorganismen schneller zu Humus umgesetzt werden können,
Juli Weidepflege durch Nachmähen oder Mulchen je nach Bedarf,
August jetzt lässt sich schon teilweise erkennen welche Tiere für die Zucht interessant
wären, Verkauf von Zuchttieren beginnt, Entwurmung falls nötig,
Weidepflege wie im Juli,
September 2.Heuschnitt oder Zukauf, für die eigene Zucht wird bei Bedarf ein neuer
Zuchtbock eingetauscht oder eingekauft, bei kühlem Wetter auch schon erste
Schlachtungen, Eigene Herde durch Mutterlämmer anteilig auch aus